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| Haus- und Hilfsmittel für den akuten Neurodermitisschub Wenn die Haut im akuten Neurodermitisschub entzündet ist, juckt und schmerzt, gibt es nicht nur Cortisoncreme (die wir grundsätzlich nicht anwenden), auch mit einfachen Haus- und Hilfsmitteln wie Umschlägen und Bädern, können akute Schübe oft gelindert werden. Die Haut ist rot, heiß, entzündet, nässt bzw. eitert aber nicht Wenn die Haut im akuten Schub sehr rot, heiß und entzündet ist, aber nicht eitert oder nässt, so hat sich ein Lehm- oder Heilerdeumschlag als sehr hilfreich erwiesen. Dazu besorgen Sie sich in der Apotheke weißen Lehm (Bolus alba) oder Heilerde. Der Lehm oder die Heilerde werden mit Wasser zu einem dünnen Brei angerührt, etwa messerrücken dick auf einen Stofflappen (möglichst aus Leinen), aufgetragen und auf die betroffenen Stellen gelegt. Der Umschlag wird abgenommen, wenn er trocken und warm ist. Diese Umschläge können bis zum Abklingen der Entzündung mehrmals täglich wiederholt werden. Offene, wunde, nässende Hautstellen sprechen meistens sehr gut auf einen Umschlag mit Schwarztee an. Die Gerbstoffe des Schwarzen Tees vermindern die Absonderungen und lindern die Entzündung der Haut. Dazu kochen Sie einen dünnen schwarzen Tee (bitte keinen Beuteltee verwenden) und lassen ihn auf etwa Zimmertemperatur abkühlen, tauchen ein Leinentuch darin und legen es auf die betroffene Stelle. Der Umschlag sollte gut eine Stunde auf der Stelle verbleiben. Wenden Sie bei diesem Hautbild bitte keine anderen äußeren Mittel wie z. B. Puder oder Salben an und sorgen Sie dafür, dass genügend Luft an die Stellen kommt. Eitern die aufgekratzten Stellen sollten Sie Ihren behandelnden Heilpraktiker oder Arzt aufsuchen. Begleitend können Sie einen Umschlag mit Calendula (Ringelblume) machen. Bei Alabaster verwenden wir keine Calendulatinktur sondern die homöopathisch aufbereitete Calendula. Besorgen Sie sich dazu aus der Apotheke Calendula C 30 Globuli. Für einen Umschlag lösen Sie 6 Globuli in einer Schale Wasser auf und tränken ein Leinentuch darin. Das Wasser sollte Zimmertemperatur möglichst nicht überschreiten, darf aber durchaus kälter sein. Dieses Tuch legen Sie auf die betroffene Stelle und halten es feucht. Die Umschläge können mehrmals täglich gemacht werden. Zwischen den Umschlägen sollte immer wieder Luft an die betroffenen Stellen gelangen. Bei kleinen Kindern und Babys können Sie die Stellen auch betupfen. Gegen den Juckreiz im akuten Schub und bei Nesselsucht (Urtikaria) hilft oft eine Abwaschung der juckenden Stellen mit Essigwasser. Mischen Sie dazu einfachen Wein- oder Branntweinessig und Wasser zu gleichen Teilen und betupfen die betroffenen Stellen. Diese Empfehlung ist mit Vorsicht anzuwenden. Testen Sie an einer kleinen Stelle ob Sie Essigwasser vertragen. Zitronensaft sollten Sie möglichst nicht verwenden, da viele Neurodermitiker allergisch auf Zitrusfrüchte reagieren. Wenn die betroffenen Stellen aufgekratzt und wund sind, schmerzt Essigwasser zu sehr. In diesem Fall hat sich oft ein Kartoffelumschlag bewährt. Hierzu reiben Sie bitte eine rohe Kartoffel, bestreichen damit ein Leinentuch und legen es auf die betroffenen Stellen. Der Umschlag sollte etwa eine Stunde auf der Haut verbleiben. Kartoffelumschläge dürfen nur gemacht werden, wenn Sie Kartoffeln vertragen. Auch hier empfiehlt es sich, an einer kleinen Stelle zu testen. Zur Hautpflege bei trockener Haut hat sich ein Badezusatz aus kalt gepresstem Oliven- oder Hanföl und Sahne, bzw. Molke als hilfreich erwiesen. Der trockenen Haut fehlt in der Regel nicht das Fett, sondern Feuchtigkeit. Mit diesem Badezusatz bekommt Ihre Haut die dringend benötigte Feuchtigkeit und zusätzlich noch Fett. Mischen sie dazu einen ½ Liter Wasser mit 3 Eßlöffeln Olivenöl und einem Becher Sahne oder einem ½ Liter Molke mit dem Mixer gut durch. Es muss richtig emulgieren, damit sich Wasser, Öl und Sahne, bzw. Molke gut vermischen. Dieses Bad sollte, sofern keine Milchallergie besteht, etwa 15 Minuten dauern, eine angenehme Temperatur haben und 1 bis 2 mal wöchentlich angewendet werden. Zur Hautpflege bei trockener Haut kann auch ein Haferflockenbad sehr hilfreich sein. Bei einem Kind gibt man einen Kaffeebecher voll, bei einem Erwachsenen ein halbes Pfund Haferflocken in einem Stoffsäckchen ins Badewasser. Es fettet etwas rück und wirkt leicht entzündungshemmend. Die Badetemperatur sollte individuell angenehm sein, die Dauer 15 Minuten nicht überschreiten. Pfarrer Kneipp ließ Ekzemkranke 1 bis 2 mal wöchentlich ein Bad mit Haferstrohabsud nehmen. Es enthält viel Kieselsäure, ist im Grunde ein pflanzliches Silicea-Präparat, wirkt zusammenziehend und entzündungshemmend, fettet aber nicht rück. Für das Vollbad eines Erwachsenen benötigt man ein Kilo gehächseltes Haferstroh (bei Bauern, die Hafer anbauen oder Pferde halten dürfte man es ohne Schwierigkeiten bekommen; vielleicht auch bei einem Gang übers eben abgeerntete Haferfeld im August, denn die modernen Mähdrescher hächseln das Stroh oft einfach und werfen es aufs Feld aus. Es muss trocken gelagert werden, denn wenn es schimmelig ist, schadet es nur). Das Hächsel wird mit kaltem Wasser angesetzt und eine Stunde gekocht; Den Absud setzt man dem Bad zu. Für ein zehnjähriges Schulkind braucht man die Hälfte, für einen Säugling ein Zehntel der Absudmenge. Pfarrer Kneipp empfahl es vor allem schwächlichen, nieren- oder blasenkranken Ekzemkranken. Nach jeder warmen Anwendung (z. B. Bad) sollte eine kurze kalte Abwaschung, bzw. Dusche folgen. Bei der pusteligen Neurodermitisform kann man auch einen Heilerdeumschlag oder einen Umschlag mit frischem Presssaft aus Weißkohl machen. Eine Creme, die von den meisten Neurodermitikern vertragen wird Bei Neurodermitis wird gern eine Harnstoffsalbe verordnet. Wirksamer und besser verträglich als die handelsüblichen Präparate ist eine vom Apotheker hergestellte Salbe nach folgendem Rezept: Salbenrezept:
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