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Joseph Attomyrs Monographie Physiographie und Charakteristik des
Arzneikrankheits-Geschlechts Metrorragie und seiner Arten
aus der Österreichischen Zeitung für Homöopathie (Hrsg.
P. Watzke) 1847 (Seite 546-594)
Er macht den Versuch der Zusammenfassung bei verschiedenen Krankheitsgattungen
wie bei Schlaganfall, Dysenterie, Metrorragie und dem Krupp. Die Untergruppen
nennt er Arten und nimmt in Fortbildung Hahnemannscher Ansichten als Einteilungsgrund
die Heilmittel. Er spricht infolgedessen von Sublimat-, Aloe-, oder Arsenikmetrorragie.
R. Tischner führt in seiner geschichte der Homöopathie dazu
folgendes aus: „ Der versuch ist in gewissem Sinne folgerichtig
hahnemannisch, aber durch die schematische Einteilung in Arten tritt doch
wieder die Starrheit ein, die Hahnemann durch Aufgeben der Krankheitsnamen
beim einzelnen Krankheitsfall vermeiden will.....“
Joseph Attomyr (09.09.1807 bis 05.02.1856) führte
ein sehr unstetes Leben; zuerst als Arzt des Grafen Csaky in Oberungarn
und Pressburg, ging dann für 3 Jahre nach Lucca, lebet anschließend
wieder in Ungarn und in der Nähe von Wien. 1839 ließ er sich
in Pressburg nieder. Er wurde stark von der Naturphilosophie und von Ferdinand
Jahn beeinflusst und war zeitlebens ein begeisterter, streitbarer, echter
Schüler Hahnemanns. Er gab fast ausschließlich Hochpotenzen.
Neben zahlreichen Arbeiten besonders in „Stapfs Archiv“ und
der „Österreichischen Zeitschrift für Homöopathie“,
teilweise unter dem Pseudonym Dulalethes, gab er folgende Bücher
heraus:
Briefe über Homöopathie, Leipzig 1833/34 (Nachdruck Verlag homöopathisches
Wissen)
Die venereischen Krankheiten, Leipzig 1836
Beiträge zur homöopathischen Arzneimittellehre, Pressburg 1856
Primordien einer Naturgeschichte der Krankheiten, 2. Aufl. Pressburg 1856
[nach Rudolf Tischner, Geschichte der Homöopathie, Nachdruck Wien,
Springer 1998]
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