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Aufgrund dieses Ähnlichkeitsgesetzes nannte Hahnemann seine Heilme- thode nach dem griechischen Wort „homoios“ (auf deutsch „ähnlich“) Ho- möopathie. Zwei Beispiele um das Ähnlichkeitsprinzip zu veranschaulichen: Ein Arznei- mittel der Homöopathie ist Coffea, die Kaffeebohne. Was ein Gesunder bei Genuss von Kaffee verspürt, besonders wenn er nicht an größere Mengen gewöhnt ist, wissen Sie bestimmt: Erhöhte Lebhaftigkeit der Gedanken, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Zittrigkeit, Magendruck und häufiges Wasser- lassen sind einige typische Symptome. Wenn ein Kranker diese Symptome zeigt und eine homöopathische Aufbereitung der Kaffeebohne erhält, kann er gesund werden. Die Homöopathie verordnet den Kaffee also nicht, um Müdigkeit zu vertreiben. Ein anderes Beispiel: Jeder, der schon einmal Zwiebeln (Allium cepa) ge- schnitten hat, kennt das Naselaufen und Augentränen. Ein Schnupfen mit den Symptomen „wässriges Naselaufen mit Augentränen“ lässt sich sehr oft durch eine homöopathische Aufbereitung der Allium cepa behandeln. Hahnemann und seine Schüler haben systematisch viele Stoffe (Pflanzen, Tiere, Gifte, Mineralien) an Gesunden geprüft und dabei die Befindungsän- derungen nach Einnahme der Substanzen aufgezeichnet. So sind heute mehr als 1000 Stoffe und die daraus entwickelten Arzneimittelbilder be- kannt aus denen ich das individuelle Arzneimittel auswähle. Hierbei wird aus umfangreichen Symptomverzeichnissen (Repertorien) das Mittel ausgewählt, welches Ihren charakteristischen Symptomen am meisten entspricht – Ihnen am ähnlichsten ist. Potenzierung als Verfahren der homöopathischen Arzneiherstellung Ihre Wirkung erhalten die homöopathischen Arzneimittel durch ein spezi- elles Herstellungsverfahren. Die Ausgangssubstanz wird in einem be- stimmten Verhältnis verdünnt (z. B. 1:100 für C = Centisimalpotenzen) und | zurück | weiter |